Die Blaue Leiter

Die Blaue Leiter
Bilder zu dem Buch Die Blaue Leiter von Christoph Zanon
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Bilder zu dem Buch Die Blaue Leiter von Christoph Zanon
Bilder zu dem Buch Die Blaue Leiter von Christoph Zanon Auerhahn ausgestopft
Bilder zu dem Buch Die Blaue Leiter von Christoph Zanon
Bilder zu dem Buch Die Blaue Leiter von Christoph Zanon
Bilder zu dem Buch Die Blaue Leiter von Christoph Zanon

Lena Maria Loose hatte das wohl surrealste Buch aus dem Regal geholt, das je über Osttirol geschrieben wurde. Die blaue Leiter von Christoph Zanon. Heuer im März wäre der 1997 verstorbene Autor 70 Jahre alt geworden. Die blaue Leiter, erschienen 1988 im Haymon Verlag, ist ein Panoptikum der wilden Träume eines Eingekesselten, der erst beim Ausbruch in die Natur Befreiung findet. Zwischen diesen beiden Polen pendelt nicht nur das Buch, sondern auch Looses fotografische Hommage an Zanon. 

Die Fotografin erliegt dabei nicht der Versuchung, literarische Szenen nachzustellen, sondern reflektiert Zanons Sprachbilder collageartig in einer Serie sorgfältig komponierter visueller Stimmungsskizzen. Die Blaue Leiter – und nicht nur dieses Buch Zanons – kreist um das Lebensgefühl in einer traditionalistisch-konservativ geprägten Randregion, wie der Bezirk Lienz in den achtziger Jahren eine war.

Wie Zanons literarischer Fluchtversuch gewinnt auch die Fotoserie ihre Spannung aus radikalen Brüchen. Hier beklemmende Enge, verwirrend, rauschhaft trüb, ein Labyrinth aus Begegnungen, dunklen Traumbildern, erotischen und auch mystischen Denk- und Bildfragmenten, dort plötzlich ein Ausgang in die Klarheit, ein vorgezeichneter Weg, hinauf und hinaus über die Berge in langer Wanderung zu einem weit entfernten Ort.“ (Gerhard Pirkner/ Dolomitenstadt, 2020)

Die Blaue Leiter entstand 2020 im Rahemen des Residenzprogramms Ostkreuz meets Osttirol, ins Leben gerufen von Dolomitenstadt und den Bildredakteurinnen Ann-Kristin Ziegler und Nadja Köffler.